Wer sich ein wenig mit dem eigenen Computer beschäftigt und vielleicht auch mal den Fall hat, dass der verfügbare Arbeitsspeicher (RAM) nicht ausreichend ist, wird sicherlich bereits einmal den Begriff: Auslagerungsdatei gehört haben. Hat man nämlich im eigenen Computer nicht genügend RAM Speicher verbaut, kann es durchaus mal passieren, dass der RAM Speicher „überläuft“ und dieser als Auslagerungsdatei auf einer Partition der Festplatte abgelegt wird. In diesem Artikel werden wir erklären, wie man die Größe der Auslagerungsdatei manuell festlegt, um so dem Computer mehr Rechenleistung für die übrigen Aufgaben zur Verfügung zu stellen.

Vereinfacht ausgedrückt nutzt unser Computer den Arbeitsspeicher (RAM Speicher) dazu, um die Dateien, die es gerade nutzt, dort abzulegen, damit diese Dateien dann schneller zur Verfügung stehen. Je nach verfügbaren Arbeitsspeicher kann es jedoch passieren, dass die dort abgelegten Dateien für den Arbeitsspeicher zu groß werden und somit auf dem Computer ausgelagert werden müssen. Es kann jedoch auch passieren, dass Auslagerungsdateien dann angelegt werden, wenn das zuvor verwendete Programm minimiert und der RAM Speicher für aktuell genutzte Programme benötigt wird. Da Microsoft Windows diese Auslagerungsdateien dynamisch verwaltet, wird auch entsprechend Rechenleistung dafür verwendet. Man kann jedoch die Größe der Auslagerungsdatei manuell festlegen und somit, wie bereits oben erwähnt, entsprechend Rechenleistung einsparen. Wie man die Größe der Auslagerungsdatei in Windows 7 verwalten kann, werden wir in dieser Anleitung erklären.

Größe der Auslagerungsdatei manuell verwalten:

Um die Größe der Auslagerungsdatei verwalten zu können, müssen wir in die Systemsteuerung von Microsoft Windows. Wir sollten daher sicherstellen, dass wir als Administrator des eigenen Microsoft Windows Betriebssystems angemeldet sind und die dafür notwendigen Rechte besitzen. Ist dies der Fall, können wir ohne Weiteres fortfahren. Wählen wir dazu: Start -> Systemsteuerung. Es öffnet sich dann die Windows Systemsteuerung, in der wir dann den Menüpunkt: System & Sicherheit auswählen. In diesem Menü wählen wir nun den Punkt: „System“ aus.

Windows Auslagerungsdatei verwalten - Größe festlegen - erweiterte Systemeinstellungen

Im linken Bereich des Fensters wählen wir nun den Menüpunkt: Erweiterte Systemeinstellungen aus, um die Leistung des Windows Betriebssystems zu verwalten. Es öffnet sich dann ein neues Fenster.

Windows Auslagerungsdatei Größe verwalten - Systemeigenschaften

In diesem Fenster müssen wir nun auf „Erweitert“ klicken. Um solche Sachen wie Prozessorzeitplanung, Speichernutzung und den virtuellen Speicher verwalten zu können, klicken wir nun auf: „Einstellungen“. Wir haben die betroffenen Felder noch einmal in rot dargestellt. Es öffnet sich dann das Fenster: „Leistungsoptionen“.

Windows Auslagerungsdatei verwalten - Leistungsoptionen

Im Fenster der Leistungsoptionen können wir nun die Nutzung des virtuellen Arbeitsspeichers festlegen, um dann die Größe der Auslagerungsdatei zu bestimmen. Klicken wir dazu nun im oberen Menüpunkt auf: „Erweitert“ und im Bereich des virtuellen Arbeitsspeichers auf: „Ändern“. Es öffnet sich nun ebenfalls wieder ein neues Fenster.

Windows Auslagerungsdatei Größe verwalten - Virtueller Arbeitsspeicher

Entfernen wir nun den Haken bei: „Auslagerungsdateigröße für alle Laufwerke automatisch verwalten“ und setzen dafür einen Haken bei: „Benutzerdefinierte Größe“. Wir müssen nun die Anfangsgröße, sowie die maximale Größe der Auslagerungsdatei festlegen. Damit das Windows Betriebssystem die Größe der Auslagerungsdatei nicht mehr dynamisch verwalten muss, werden wir in beiden Feldern die gleichen Werte eintragen. Diese Werte hängen davon ab, wie viel Arbeitsspeicher  uns zur Verfügung steht:

  • 1 GB RAM | 1536 MB Anfangs – und maximale Größe
  • 2 GB RAM | 3072 MB Anfangs- und maximale Größe
  • 3 GB RAM | 4608 MB Anfangs- und maximale Größe

Man sieht hier also deutlich, dass der Wert um 1536 Megabyte wächst, sobald der RAM Speicher um einen Gigabyte wächst. Sobald die Werte entsprechend eingetragen sind, müssen wir nun noch auf: „Festlegen“ klicken und die Einstellungen mit einem Klick auf: „OK“ übernehmen. Danach muss der Computer noch einmal neugestartet werden.

Übrigens, sollte man die Auslagerungsdatei nie komplett deaktivieren bzw. auf Null setzen, da es immer wieder Programme gibt, die nicht auf diese Auslagerungsdateien verzichten können und sonst ggf. zu Abstürzen des Programms oder des Computers führen können. Des Weiteren sollte man – insofern man das möchte – die Auslagerungsdatei auf einer physikalischen Festplatte ablegen, die mindestens genau so schnell ist, wie die Festplatte des verwendeten Betriebssystems.

Nutzt man für die Auslagerungsdatei eine separate physische Partition oder auf einer virtuellen Partition, muss man ebenfalls bedenken, dass in beiden Fällen eine Fragmentierung der Festplatte(n) stattfindet.

Falls Probleme oder Fragen auftauchen, kannst Du Dich gerne bei uns melden.

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