W3 Total Cache – Funktionen erklärt – Der ultimative Guide!

Wer WordPress für seine eigene Internetseite oder für die Internetseite eines Kunden nutzt, wird sicherlich auch das ein oder andere Mal den Begriff Suchmaschinenoptimierung gehört haben. Keine Seorge, das wird nicht wieder einer dieser Artikel, die die gefühlten 100 besten und noch nie dagewesenen Tricks beinhalten, wie man seine Internetseite bei Google, Yahoo oder Bing, in den Suchergebnissen auf Platz 1 bringt. Vielmehr habe ich mich etwas mit dem WordPress Plugin W3 Total Cache auseinander gesetzt und möchte in diesem Artikel ein wenig auf die dazugehörigen Funktionen eingehen. Ich hoffe, dass ich die Funktionen und Einstellungen zu W3 Total Cache verständlich rüber bringen kann. Ich werde außerdem versuchen, auf Fehler einzugehen, die ich oder Personen im Internet, bei der Konfiguration von W3 Total Cache gemacht haben. Doch lasst uns erst mal mit dem wesentlichen Teil der Anleitung zu diesem (sensationellen) Caching Plugin beginnen.

Worum geht es in diesem Artikel bzw. in dieser Anleitung?

Diese Anleitung ist der erste Teil einer Reihe von zusammengetragenen Informationen zu dem WordPress Caching Plugin W3 Total Cache. In diesem ersten Teil der Anleitung gehe ich besonders auf die generellen Einstellungen (General Settings) von W3 Total Cache ein und versuche sie verständlicher zu erklären, als es auf den englischsprachigen Blog Seiten der Fall ist. Sollte sich ein Fehler eingeschlichen haben, würde ich mich über ein kurzes Feedback dazu freuen.

Welche Funktionen von W3 Total Cache werden in dieser Anleitung erklärt?

Wie bereits erwähnt, wird in dieser Anleitung auf die generellen Einstellungen eingegangen. Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich auf die detaillierten Einstellungsmöglichkeiten von W3 Total Cache eingehen. Die von mir erklärten Einstellungen sind wie folgt aufgebaut:

  • General
  • Page Cache
  • Minify
  • Database Cache
  • Object Cache
  • Browser Cache
  • CDN
  • Reverse Proxy bzw. Varnish
  • Monitoring
  • Licensing
  • Miscellaneous
  • Debug
  • Import / Export Settings

Es gibt in W3 Total Cache noch weitere Menüs, die jedoch nicht unter die generellen Einstellungen fallen. Darunter zählen zum jetzigen Zeitpunkt detailliertere Einstellungen zu Page Cache, Minify, Database Cache, Object Cache, Browser Cache, User Agent Groups, Referrer Groups, CDN, Monitoring & Extensions. In einem weiteren Teil dieser Anleitung werden wir auf die häufig gestellten Fragen (FAQ), sowie auf oft auftretende Fehler eingehen.

Was ist W3 Total Cache & welchen Sinn soll es erfüllen?

W3 Total Cache ist eines der beliebtesten und meist genutzten Plugins für WordPress,  wenn es darum geht, die WordPress Seite zu optimieren und die Ladezeit für Suchmaschinen und Besucher zu verkürzen. Mit diesem Plugin haben wir nicht nur ein wichtiges Werkzeug zur Optimierung des WordPress Caches, sondern auch ein mächtiges Tool zur Optimierung der Datenbank, zur Überwachung unserer WordPress Seite und vieles mehr. Auf die einzelnen Funktionen und den dazugehörigen Einstellungen werden wir in dieser Anleitung noch genauer eingehen.

W3 Total Cache wird derzeit auf mehr als 1 Millionen Internetseiten genutzt, die mit WordPress betrieben werden. Kleinere, wie auch größere Internetseiten nutzen das Plugin, um die Ladezeit zu verkürzen und somit das Ranking in den Suchmaschinen zu verbessern. Doch auch der Besucher der Internetseite profitiert von einer schnelleren Internetseite dadurch.

W3 Total Cache ist eigentlich kein wirkliches Plugin, sondern vielmehr ein Framework, dass weitere Plugins beinhaltet. Durch dieses Framework ist es für Entwickler oder Programmierer einfacher, weitere Plugins und Funktionen in W3 Total Cache einzubauen. Frameworks werden beispielsweise auch gerne in WordPress Themes genutzt, um zum eigentlichen Design, noch weitere Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten hinzuzufügen. Um es einfach auszudrücken, kann man sich das W3 Total Cache Framework als Grundgerüst einer Ansammlung von weiteren Komponenten vorstellen.

Wie der Name schon sagt, soll W3 Total Cache in erster Linie einen Cache unserer Internetseite erstellen bzw. das Caching verbessern. Dabei werden in der Regel Datenbankabfragen so gespeichert, dass diese bei Bedarf schneller zur Verfügung stehen und unser Webserver weniger Rechenleistung aufbringen muss. Das Plugin sorgt so – unter anderem – dass von unseren Beiträgen, Artikeln oder Seiten statische HTML Seiten angefertigt werden, die dann beim Aufruf unserer Internetseite durch einen Besucher, nicht erneut erzeugt werden müssen. Würden wir W3 Total Cache oder andere Caching Plugins nicht nutzen, müsste bei jedem Aufruf unserer Internetseite, die Seite neu generiert werden. Das würde nicht nur mehr Performance erfordern, sondern auch die Aufbauzeit unserer Seite erheblich verlangsamen.

 Wie installiert man W3 Total Cache in WordPress?

W3 Total Cache lässt sich – je nach Einstellung – direkt aus dem Administrator Bereich (Dashboard) von WordPress installieren. Dazu muss man im Adminbereich von WordPress in das Menü: „Plugins“ gehen, um dann auf „Installieren“ zu klicken. Dort erscheint nun ein Suchfeld, in dem man das Suchwort: „W3 Total Cache“ eingeben muss. Nun muss man noch auf: „Installieren“ klicken, um die Installation von W3 Total Cache zu beginnen. Wem das jetzt alles zu schnell ging, der kann sich gerne diese Anleitung durchlesen. Hier hat Oliver Lorenz ganz gut erklärt, wie man in WordPress ein Plugin installiert und aktiviert.

W3 Total Cache
W3 Total Cache
Entwickler: Frederick Townes
Preis: Kostenlos

W3 Total Cache ist nun aktiviert, was nun?

Rein theoretisch könnte man das Plugin (ich weiß, eigentlich ist es ja ein Framework) mit den Standardeinstellungen starten und auch nutzen. Wenn wir aber W3 Total Cache richtig einstellen, können wir noch etwas mehr aus unserer WordPress Seite in Sachen Geschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit rausholen. Außerdem lernen wir richtig kennen, wie W3 Total Cache funktioniert.  Klicken wir dazu im Administratorbereich auf das Menü: „Performance“. Wir sollten nun das W3 Total Cache Dashboard sehen.

W3 Total Cache - Tutorial in Deutsch - Dashboard

Hier bieten sich für uns nun zahlreiche Möglichkeiten, W3 Total Cache zu konfigurieren. Neben verschiedenen Diensten, die als Premium Service  kostenpflichtig angeboten werden, können wir hier auch gleich mal den Dienst: „Google Page Speed Report“ ausprobieren. Dazu müssen wir aber vorab ein paar Einstellungen durchführen. Was wir an dieser Stelle jedoch noch nicht machen werden, da wir uns erst einmal rein auf das Plugin als solches konzentrieren möchten. Klicken wir also als erstes auf: „General Settings“, um in die Grundeinstellungen von W3 Total Cache zu gelangen.

W3 Total Cache - German Tutorial - Alle Funktionen aktivieren

In diesem Menü haben wir nun die Möglichkeit, alle Funktionen zu aktivieren. Da wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen, welche Auswirkungen diese Einstellung auf die restlichen Funktionen hat, werden wir diese Funktion nicht nutzen, sondern jede einzelne Einstellungsmöglichkeit nacheinander vornehmen. Denn schließlich möchten wir doch wissen, was wir aktivieren und wozu die Funktion dienen soll. Außerdem kann es sein, dass einzelne Funktionen von unseren Webserver nicht unterstützt werden. Welche Funktionen des Cache Plugins unterstützt bzw. nicht unterstützt werden, erfahren wir in den einzelnen Menüpunkten, die wir uns gleich näher anschauen.

Die Einstellung: Page Cache:

W3 Total Cache - deutsche Anleitung - Page Cache

Diese Funktion sollten wir in jedem Fall aktivieren. Sie dient dazu, die Seiten unserer WordPress Internetseite überhaupt erst zu cachen. Dadurch werden statische HTML Seiten auf unserem Webspace abgelegt, was wiederum dafür sorgt, dass diese durch den Browser unseres Besuchers schneller aufgerufen werden können.

In den meisten Fällen installieren wir unsere WordPress Seiten auf Webhosting Lösungen, die von mehreren Kunden in Anspruch genommen werden. Das bedeutet, dass wir nicht alleine mit unserer Internetseite auf diesem Server sind und die vom Server zur Verfügung gestellten Ressourcen auch von anderen Kunden in Anspruch genommen werden. Um die Konfiguration nicht jedem dieser Kunden zugänglich zu machen, hat der Server Anbieter verschiedene Funktionen gesperrt bzw. bietet sie gar nicht erst an. Da wir aber freie Verfügung über unseren Webspace (Festplattenspeicher auf unseren Server) haben, lassen wir hier die Voreinstellung: „Disk: Enhanced“. Diese Einstellung nutzen wir deshalb, weil dadurch auch automatisch notwendige Einstellungen in der Datei: „.htaccess“ geschrieben werden. Klicken wir nun auf: „Save all Settings“ um unsere Einstellungen in diesem Reiter zu bestätigen.

Die Einstellung: Minify:

W3 Total Cache - Anleitung in Deutsch - Minify Einstellungen ändern

Mit der Funktion: „Minify“ in W3 Total Cache soll erreicht werden, dass CSS-, HTML- und Javascript-Dateien von unnötigen Zeilenumbrüchen, Kommentaren und Leerzeichen befreit werden. Dadurch wird sichergestellt, dass diese Dateien kleiner werden und somit beim Aufruf unserer Internetseite schneller geladen werden können. Diese Funktion sollten wir in jedem Falle aktivieren.

Den Modus der Komprimierung (Mnify mode) setzen wir dabei auf: „Manual“, damit wir W3 Total Cache dazu zwingen, sich an die von uns getroffenen Einstellungen zu halten. Da wir – wie bereits angesprochen – bei Shared Hostern keinen Einfluss auf die Caching Methode haben, werden wir diese Dateien ebenfalls auf unserem Webspace ablegen. Deshalb wählen wir bei: „Minify cache method“ ebenfalls: „Disk“ aus.

Im Menüpunkt: „HTML minifier“ können wir nun zwischen „Default“ und „HTML Tidy“ auswählen. Wählen wir „Default“, wird die Standardeinstellung von W3 Total Cache übernommen. Sollten wir aber auf unserem Server das PHP Modul Tidy installiert haben, können wir durchaus auch: „HTML Tidy“ auswählen. Welche Module auf unserem Webserver installiert sind, können wir über die PHP Info Datei auslesen. Wer nicht weiß, wie man die PHP Info Datei erstellt, kann sich gerne diesen Artikel durchlesen. Dort wird erklärt, wie man die Datei erstellt und wo man sie hochladen muss. Andernfalls habe ich hier noch diese Datei herunterladen:

ng JS minifier: (ebenfalls im Menü „Minify“ zu finden)

Standardmäßig ist hier hier „JSMin (default)“ ausgewählt. Hier kann man jedoch noch auf zwei weitere Minifier zurückgreifen. Einmal den YUI Compressor, welcher vom Yahoo Team entwickelt wurde, sowie die Closure Compiler, welcher wiederum vom Google Team entwickelt wurde. Möchte man YUI Compressor oder Closure Compiler nutzen, müssen serverseitig noch ein paar Einstellungen vorgenommen werden. In der Regel lässt sich das auf gemieteten Webspace nicht so ohne weiteres bewerkstelligen. Falls ihr Euch aber nicht sicher seid, ob einer dieser Varianten auf eurem Server installiert ist, könnt ihr euren Webspace Anbieter bzw. dessen Support kontaktieren. Dieser wird euch sicherlich weiterhelfen können. J

In der Regel empfiehlt es sich also „JSMin (default)“ auszuwählen und die Standardeinstellung in W3 Total Cache zu übernehmen. Speichert diese Einstellung nun und testet am besten sofort, ob Eure Internetseite noch korrekt dargestellt wird. Es kann – je nach WordPress Theme – zu Darstellungsproblemen kommen. Sollte es also zu Fehlermeldungen oder einer weißen Seite auf Eurer WordPress Seite kommen, sollte diese Funktion erst einmal deaktiviert werden.

Die Einstellung CSS Minifier: (ebenfalls im Menü „Minify“ zu finden)

Wie bereits angesprochen, kann es bei der Erstellung von CSS-Dateien zu Fehlern oder zu überflüssigen Leerzeichen & Kommentaren kommen. Diese wiederum sorgen dafür, dass sich die CSS-Datei eines WordPress Themes unnötig an Größe dazu gewinnt. Damit das nicht passiert, kann man W3 Total Cache dazu bewegen, diese CSS Dateien zu komprimieren. Hier kann man entweder die Einstellung: „Default“ oder „CSS Tidy“ übernehmen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass durch CSS Tidy, meine CSS Dateien wesentlich stärker komprimiert wurden. Auf anderen von mir gehosteten Seiten, gab es gar Probleme mit CSS Tidy, so dass ich die Standardeinstellung: „Default“ nehmen musste. Es bleibt also hier nichts anderes übrig, als die verschiedenen Einstellungen mal durchzutesten und die Resulate mittels Google Page Speed Report zu vergleichen.

Die Einstellung Database Cache:

W3 Total Cache - Funktionen erklärt - Database Cache

Ähnlich wie beim Caching der PHP Dateien, kann man auch wiederkehrende Datenbankenabfragen ablegen. Dazu bietet W3 Total Cache die Möglichkeit des Cachen der Datenbank an. W3 Total Cache ist so konfiguriert, dass es auf unterschiedliche Caching Methoden wie: eAccelerator, xCache, WinCache, etc. zurückgreifen kann. Dazu müssen diese Programme jedoch auf dem Webeserver installiert sein. Es gibt in der Tat Anbieter, die diese Module auf ihren Servern installieren und damit ihren Kunden auch zur Verfügung stellen. Die Regel ist das jedoch leider nicht. Sollte also eines der Module nicht installiert sein, kann man bzw. muss man sogar den Cache auf der Festplatte des Webservers ablegen. Dazu wählen wir also bei „Database Cache Method“, den Punkt: „Disk“ aus. Nun müssen wir noch einen Haken bei Database Cache: „Enable“ setzen und auf: „Save all Settings“ klicken, um die Einstellung zu übernehmen und den Datenbank Cache in W3 Total Cache zu aktivieren.

Die Einstellung Object Cache:

W3 Total Cache - Funktionen erklärt - Object Cache

Mit der Funktion „Object Cache“ in W3 Total Cache, werden viele Abfragen, die WordPress mit der Serversoftware machen muss, drastisch reduziert. Ein Großteil wird dazu – wenn die Funktion aktiviert ist- auf der Festplatte abgelegt, so dass häufig wiederkehrende Anfragen schneller aufgegriffen werden können. Zu einem späteren Zeitpunkt werden wir auf die detaillierteren Einstellungen eingehen, um die Funktionen „Object Cache“ detaillierter zu konfigurieren.

Wir haben diese Funktion bei uns deaktiviert, da Frederic Townes (Entwickler von W3 Total Cache) davor warnt, dass Festplatten bei vielen Webspace Anbietern nicht schnell genug sind, um diese Funktion sinnvoll zu nutzen. Wer das jedoch testen möchte, sollte beim aktivieren dieser Funktion, zusätzlich die Funktion Database Cache deaktivieren und vergleichen, ob die WordPress Internetseite schneller oder langsamer ist. Die daraus resultierende Zeit können wir nun mit der Leistung bei aktivierter Funktion des Database Cache vergleichen. Falls nicht ganz klar ist, was hier gemeint ist, könnt Ihr Euch gerne melden. ;)

Die Einstellung Browser Cache:

W3 Total Cache - Browser Cache erklärte

Eine nicht zu unterschätzende Funktion ist die Einstellung: „Browser Cache“ in W3 Total Cache. Hierbei werden beim wiederholten Besuch unserer Internetseite, bereits heruntergeladene Dateien (HTML, Bilder, etc.) aus dem Cache des Browsers geladen. Dadurch wird die Performance unseres Webservers geschont und unsere Internetseite wird wesentlich schneller geladen. Diese Funktion sollten wir also in jedem Falle aktivieren.

Die Einstellung CDN:

W3 Total Cache - CDN Network Erklärung in Deutsch

CDN bedeutet Content Delivery (Distribution) Network. Dabei spricht man von einem Servernetzwerk, welches oft aufgerufene Dateien schneller zur Verfügung stellt, als ein „herkömmlicher“ Webserver. Zusätzlich wird dadurch die Bandbreite und Rechenleistung unseres Webservers wesentlich geschont, da die darauf gespeicherten Dateien – die wir in unserer Internetseite eingebunden haben – aus diesem Netzwerk geladen werden und nicht von unserem Server. WordPress in Kombination mit einem CDN Dienst zu nutzen, sollte man sich meiner Meinung nach gut überlegen. Zumindest bei kleineren Projekten, die gerade erst am Anfang stehen, sollten ihr Hauptaugenmerk erstmal auf Inhalt und Aufbau legen. Wer aber gerne mehr darüber erfahren möchte, kann sich gerne mal den Artikel von Michael Oeser durchlesen. Hier wird weiter auf die Nutzung von WordPress in Kombination mit CDN eingegangen.

Wer ein paar Euro zu viel hat und bereits den Großteil seiner Internetseite stehen hat, dem kann ich diese Dienste nur empfehlen. Sie sparen – wie bereits angesprochen – eine Menge Rechenleistung, lassen die Internetseite schneller laden und kosten in der Regel wenig Geld. Wer das Geld nicht aufbringen möchte, sollte diese Funktion deaktiviert lassen oder aber über einen eigenes CDN (Stichwort Multimedia Dateien auf Subdomain auslagern) nachdenken. Wer diese Funktion in W3 Total Cache jedoch aktivieren möchte, muss später noch ein paar weitere Einstellungen vornehmen. Dazu kommen wir dann natürlich auch noch.

Die Einstellung Reverse Proxy:

W3 Total Cache - Reverse Proxy Settings Erklärung

Ein – wie ich finde – recht umfangreiches Thema, mit dem man sich in jedem Fall mal auseinander setzen sollte. Unter Reverse Proxy versteht man einen Server, der sich zwischen dem Webserver und dem Internet befindet. Dabei werden die vom Besucher unserer Internetseite angefragten Inhalte, (also Dateien wie Bilder, HTML, CSS, etc.) in den Cache des Reverse Proxy Servers geladen. Ähnlich wie beim Proxy Server. Einige unter uns werden sicherlich schon mal davon gehört haben.

Da der Großteil unter uns wahrscheinlich keinen eigenen Server hat und sein Webprojekt auf einem Shared Server betreibt, werden wir diese Einstellung erst einmal deaktivieren bzw. ignorieren. Wie man Reverse Proxy bzw. Varnish auf einen Apache Server konfiguriert, hat Leif Hedstrom in seinem englischen Blog Beitrag (Apache Traffic Server as a Reverse Proxy) erklärt.

Die Einstellung Monitoring:

W3 Total Cache Monitoring Settings - Funktionen erklärt

Mit dieser Funktion erhält man in W3 Total Cache die Möglichkeit, verschiedene Dienste wie PHP, MySQL, Apache, etc.) zu überwachen, um sich einen Überblick über die Performance der Dienste, sowie es kompletten Servers zu verschaffen.

Da das auf dem Webserver zu installierende Modul: „New Relic“ bei den meisten WordPress Nutzern nicht installiert ist und ich auch – ehrlich gesagt – keine Erfahrung damit habe, kann und werde ich nicht auf diese Funktion eingehen. Wer aber mehr über diesen Dienst erfahren möchte, kann sich gerne auf der Internetseite von: „New Relic“ umschauen und sich dort die notwendigen Informationen einholen. Ansonsten hilft natürlich auch Google, Yahoo der Bing. ;)

Die Einstellung Licensing:

W3 Total Cache Upgrade License - Einstellungen erklärt

Wie bereits zum Anfang unserer Anleitung erwähnt, gibt es verschiedene Funktionen in W3 Total Cache, die man bezahlen muss. Das bedeutet, man muss sich einen Lizenz-Schlüssel für W3 Total Cache kaufen und diesen dann in das entsprechende Feld eingeben. Um diesen Schlüssel dann zu verifizieren, muss man nur noch auf „Verfify licese key“ klicken. Danach werden dann weitere Premium Dienste freigeschalten.

Die Einstellung Miscellaneous:

W3 Total Cache - Miscellaneous Einstellungen ändern - Tutorial

Fast am Ende angelangt, gibt es noch diverse Einstellungen in W3 total Cache, die keiner wirklichen Kategorie zugeordnet sind. In dem folgenden Absatz werde ich die verschiedenen Einstellungen und die daraus resultierenden Folgen kurz erklären:

Enable Google Page Speed dashboard widget :

Ist diese Funktion aktiviert, werden im Dashboard unserer WordPress Seite, die Google Pagespeed Resultate angezeigt. Damit das einwandfrei funktioniert, benötigen wir den API Schlüssel, den wir kostenlos von der Google Developer Seite erhalten können.

Verify rewrite rules :

Ist diese Funktion aktiviert, werden wir von W3 Total Cache auf Fehler in der .htaccess bzw. in den Einstellungen von W3 Total Cache hingewiesen. Fehlen die zur Optimierung notwendigen Einträge in den .htaccess Dateien, wird W3 Total Cache uns das mitteilen. Dann kann es durchaus sein, dass die CHMOD (Schreibrechte) nicht korrekt gesetzt sind oder die Dateien schlicht und ergreifend fehlen.

Enable file locking :

Ich konnte leider noch nicht in Erfahrung bringen, wofür diese Funktion gut sein soll. Vielleicht hat jemand von Euch einen Tipp für mich? Vielen Dank im Voraus. J

Optimize disk enhanced page and minify disk caching for NFS:

In wie weit diese Funktion aktiviert werden soll, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, da ich mich noch nicht wirklich intensiv mit dem Thema NFS auseinander gesetzt habe. Wer aber mehr darüber erfahren möchte, sollte hier noch mal vorbei schauen. Ich werde mich diesbezüglich mal etwas schlauer machen. Falls jemand mehr Input für mich hat, kann er sich gerne melden. Auch dafür schon mal vielen Dank im Voraus.

Disable Edge mode:

Wer diese Funktion aktiviert, muss damit rechnen, dass noch nicht 100%ig einwandfrei laufende Funktionen in W3 Total Cache aktiviert werden. Dies kann wiederum zu Problemen und Fehlermeldungen in WordPress führen. Wer diese Funktion dennoch aktiviert hat und nun Probleme hat, in den Administrator Bereich seiner WordPress Seite zukommen, der muss die Zeile:

 define(‚W3TC_EDGE_MODE‘, true);

aus der Datei „wp-config.php“ entfernen. Danach wird sollte der Zugriff auf den Administratorbereich bzw. das Dashboard von WordPress, wieder möglich sein.

Die Einstellung Debug:

Mit diesen Einstellungen, kann man sich einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Caching Funktionen verschaffen. Aktiviert man die verschiedenen Punkte, werden die Meldungen, sowie Fehlermeldungen in Form von HTML Kommentaren in den Quellcode unserer WordPress Seite geschrieben. Wer diese Funktion nicht nutzen möchte, sollte diese auch entsprechend deaktiviert lassen.

Die Einstellung Import/ Export Settings:

W3 Total Cache - Debug - Entwickler Einstellungen bearbeiten

In diesem Fenster haben wir nun die Möglichkeit, vorgenommene Einstellungen zu speichern bzw. zu importieren. Wer die vorgenommenen Einstellungen sichern möchte, kann dies tun, indem er bei „Export configuration“ auf „Download“ klickt.

Wer seine Einstellungen des W3 Total Cache Plugins wieder auf Standard zurücksetzen möchte, kann dies tun, indem er bei „Reset configuration“ auf „Restore Default Settings“ klickt.

Puuh! Der erste Teil wäre weitgehend geschafft. Ich hoffe, dass ich Euch etwas weiter helfen konnte. Im nächsten Teil werde ich dann auf die weiteren Einstellungsmöglichkeiten von W3 Total Cache eingehen. Falls jemand eine Frage hat oder ihm etwas unstimmiges aufgefallen ist, kann er sich gerne hier melden. Ich freue mich auf Eure Kommentare!

Hinweis

Im nächsten Teil dieser Anleitung zum WordPress Plugin W3 Total Cache, werde ich auf die Einstellungen: Page Cache, Minify und Database Cache eingehen. Dort werden wir dann sehen, welche Feinabstimmungen man vornehmen kann, um mehr aus dem WordPress Plugin zu holen.

GD Star Rating
loading...
W3 Total Cache - Funktionen erklärt - Der ultimative Guide!, 4.5 out of 5 based on 6 ratings
2 Kommentare

Trackbacks & Pingbacks

  1. […] wissen möchte wie man W3 Total Cache sinnvoll einstellt dem sei diese Erklärung von Voo-Projekt ans Herz […]

  2. […] Durch einen Kommentar zu einem Blog-Beitrag letztens wurde ich auf ein hervorragendes Tutorial  aufmerksam, in dem die unterschiedlichen Möglichkeiten des Plugins sehr detailliert erklärt […]

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.